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Eye of the Beholder für den C64

2003 begann der Hobby-Entwickler Andreas Larsson, zusammen mit ein paar retrobegeisterten Mitstreitern, an einer Portierung des Rollenspiel-Klassikers Eye of the Beholder für den C64 zu arbeiten. Jetzt, schlappe 20 Jahre später, ist es endlich soweit. Der beliebte Dungeon Crawler steht zum kostenlosen Download bereit und kann entweder auf einem aufgemotzten C64 (mitsamt Speichererweiterung) oder per Emulator gespielt werden und Achtung Spoiler, das Warten hat sich gelohnt!

Bei Eye of the Beholder handelt es sich um ein klassisches Fantasy-Rollenspiel für den PC und Amiga aus dem Jahr 1991. Der ursprüngliche Entwickler SSI war damals vor allem für seine Spiele aus dem AD&D-Universum bekannt, die auf dem Regelwerk der gleichnamigen Pen-&-Paper-Reihe basierten (vergleichbar mit dem Schwarzen Auge hierzulande).  Obwohl der Titel bei den Spielern und der Presse gleichermaßen Anklang fand, blieb eine nachträgliche Portierung für den C64 aus.

Aufgrund der fehlenden offiziellen Lizenzierung (die Hintergründe hierzu erfahrt ihr in der Episode 302 des Spieleveteranen-Podcasts) veröffentlichte das Team rund um den Projektgründer Larsson die Umsetzung nun kostenlos als inoffizielle Fan-Portierung. Wobei „Portierung“ fast schon untertrieben ist, denn neben dem modifizierten Charakterdesign der Monster wurden auch sämtliche Animationen und Hintergründe überarbeitet und an die überschaubare Hardware-Power des C64 angepasst. Wer in seinem Emulator den C128-Modus aktiviert oder gar Besitzer des selteneren C64-Nachfolgers ist, kommt zudem in den Genuß eines deutlich flüssigerem Spielverlaufs. Wirklich eine grandiose Leistung der Programmierer!

Bei einer 1-zu-1-Umsetzung blieb es aber nicht, denn es wurde zusätzlich zur empfohlenen Maus-Steuerung eine alternative Tastatur-Steuerung (WASD) und endlich auch eine Auto-Map-Funktion ergänzt. Das heißt, ihr müsst eure Fortschritte nicht wie im Original altertümlich mit Stift und Block dokumentieren, sondern ihr könnt ganz bequem per Tastendruck auf „M“ eine Map aufrufen, in der ihr eure bereits erkundeten Bereiche auf einen Blick seht. Heute eine Selbstverständlichkeit aber damals noch ein Novum.

Ach ja, solltet ihr Besitzer eines THE64 sein, könnt ihr euch freuen, denn Eye of the Beholder läuft auch auf dieser Plattform einwandfrei.

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