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Duke Nukem 64


Mit Duke Nukem 64 feierte der Duke 1997 sein Debüt auf dem N64 und ließ es gleich ordentlich krachen. “Let’s Rock!”

Zur hanebüchenen Story nur so viel: Fiese Außerirdische haben die Erdbevölkerung unterjocht und alle Frauen entführt! Das kann der Mann mit den “Balls of Steel“ natürlich nicht durchgehen lassen. “No one steals our chicks… and lives!”

Der Duke macht sich also in seinem Raumgleiter auf zur Erde und wird prompt von den Aliens samt Raumschiff abgeschossen. Auf dem Boden der Großstadtrealität angekommen und anfänglich nur mit einer ziemlich mickrigen Knarre bewaffnet, macht er sich auf, um E.T. kräftig in den Arsch zu treten.

In bester Ego-Shooter-Manier steuert ihr den Duke durch, für 64 Bit-Verhältnisse, rasante 3D Schauplätze und tretet, ballert und sprengt ihm den Weg frei. Die Gegner beschränken sich zunächst auf recht dämliche Fußsoldaten und Pig Cops. Mit Standardwummen, Pumpguns und Pipebombs heizt ihr dem Gesocks ordentlich ein. Die Waffenauswahl, die bei einem Ego-Shooter ja immer einen Großteil der Motivation ausmacht, ist vorbildlich. In den spätern Levels findet ihr ca. 10 weitere Waffen, die sich teilweise mit “Dum Dum” Geschossen (Zitat aus Lethal Weapon 2) und “Homing-Funktion” aufrüsten lassen. Auch ein paar Alienwaffen mit ungewöhnlichen Funktionen, gilt es zu finden (ich sage nur Shrinkweapon).

Wenn euch die Gegnerhorden ordentlich zugesetzt haben, könnt ihr euren Energiebalken durch die obligatorischen Medi Kits wieder auffüllen. Auch Wasserquellen, wie z.B. ein von euch zerstörter Hydrant, können als Energiequelle dienen und die Lebensenergie pro Schluck um einen Punkt erhöhen. Sogar ein Schluck aus einer demolierten Toilette erfüllt hier seinen Zweck.

Die Areale bei Duke Nukem 64 sind recht abwechslungsreich gestaltet. Ihr beginnt in einer Großstadt auf der Erde, verbleibt dann einige Levels in ähnlichen Szenarien (besucht unbedingt die Peepshows in denen sich die Außerirdischen vergnügen), bevor es über unterirdische Pfade zu den versteckten Basen der Außerirdischen auf der Erde geht. Von dort aus gelangt ihr schlussendlich zu deren teils organisch wirkenden Raumschiffen in’s Weltall.

Die Gegner werden dabei immer aggressiver und treten in wahren Horden auf. Ohne die zahllosen Extras, die überall in Verstecken zu finden sind, werdet ihr deshalb nicht sehr weit kommen. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich aber glücklicherweise in vier Stufen einstellen, so dass Frusterlebnisse zwar nicht ausbleiben, sich aber in Grenzen halten. Vorbildlich finde ich die Lernkurve in diesem Spiel. Meint man anfänglich bestimmte Stellen unmöglich schaffen zu können, so stellt man später oft fest, dass mit der richtigen Taktik (und vor allem Waffen) doch alles zu schaffen ist.

Technisch macht Duke Nukem 64 einen etwas durchwachsenen Eindruck. Die 3D-Grafik wirkte seinerzeit schon etwas veraltet und von den Soundeffekten möchte man das nervige Maschinengebrumme, das meistens monoton aus den Boxen quäkt, am liebsten abstellen. Trotzdem hat das trashige Leveldesign einen witzigen Touch, der anderen Spielen dieser Ära fehlt. Speziell die lässigen bis vulgären Sprüche, die der Duke so ablässt sind totaler Kult. Ich sage nur “Groovie!”. Auch die Gegner könnten durchaus etwas abwechslungsreicher sein. Auf max. 12 unterschiedliche Gegner bringt es das Spiel. Alles in allem nicht wirklich viel!

Fazit: Zum Schluss sei noch der Multiplayer-Mode für bis zu 4 Spieler erwähnt. Ihr könnt wahlweise gegen CPU-Dukes oder menschliche Gegner antreten, was ein absoluter Spaß ist. Den Nachfolger “Duke Nukem Zero Hour“ werde ich mir wohl irgendwann auch noch zulegen müssen. Der Charme dieser Spieleserie ist einfach legendär. Der bereits seit mehreren Jahren angekündigte Nachfolger “Duke Nukem Forever” von 3drealms, mit zeitgemäßer Grafik-Engine, hat sich mittlerweile zu einem der grössten Running Gags der Zockerszene entwickelt. Der letzte, bekannte Release-Termin ist das dritte oder vierte Quartal / 2008. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt… (Anmerkung der Redaktion: Diese Info ist mittlerweile veraltet. Nach 14 Jahren Entwicklungszeit hat es der Nachfolger Duke Nukem Forever 2011 doch tatsächlich noch auf die Xbox 360, die PlayStation 3 und den PC geschafft)

 

 

 

 

 

 

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