Event News-Artikel

Road Trip durch das Ruhrgebiet

Wir haben uns mal wieder zu einer Retro-Expedition aufgemacht, und diesmal hat es uns in den Pott verschlagen. Eigentlich eine längst überfällige Reise, denn das Ruhrgebiet ist nicht nur der bevölkerungsreichste Ballungsraum Deutschlands, sondern auch ein wahres Eldorado für Fans von klassischen Videospielen.

Unser erstes Ziel war das Flipper-Eck in Recklinghausen. Der eingetragene Verein öffnet regelmäßig seine kleinen, aber feinen Pforten für Fans der silbernen Kugel aus Nah und Fern. Da wir leider an keinem der offiziellen Termine Zeit hatten, hat uns Oli, der nette Betreiber des Vereins, spontan eine kleine Privat-Audienz gewährt. In unserem Heimatbundesland Bayern sind wir nicht gerade verwöhnt, was alte Arcade-Automaten und Flipper angeht, und so haben wir uns natürlich riesig auf der Spielhalle gefreut. Und was soll ich sagen? Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt. Die ehemalige Kneipe bietet alles, was das Retro-Gamer-Herz begehrt. Einen ganzen Saal voller liebevoll gewarteter und gemoddeter Pinball-Maschinen (zusätzliche Figuren auf dem Spielfeld, Vibrationsmotoren, etc.), einige ausgewählte Videospielautomaten und kühles Bier an der Theke.

Am zweiten Tag unserer Reise wollten wir unbedingt noch einige Geschäfte besuchen, die auf Retro-Games aller Art spezialisiert sind. Unsere ausschweifende Shopping-Tour hat uns nach Gelsenkirchen ins Spiele-Paradies, nach Lünen zu E.Games, nach Hagen zur Playecke und natürlich auch nach Hamm in das allseits bekannte Fair Play verschlagen. Alle Läden konnten mit Tonnen von Spielen für so ziemlich alle Konsolen aufwarten, für die unser Herz schlägt: vom Game Boy über die PC Engine bis hin zum SNES und dem Mega Drive. Auch seltenere Schätze wie das Neo Geo oder der Atari Lynx waren vertreten und noch exotischere Systeme aus der Videospiele-Steinzeit, die sogar wir zum ersten Mal in „freier Wildbahn“ erspähen durften. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, waren wir mit der Gesamtsituation komplett überfordert und wir mussten uns immer wieder zügeln, um nicht den halben Laden leer zu kaufen.

Fairerweise muss man erwähnen, dass natürlich auch die Händler im Ruhrpott sehr genau wissen, was ihre Schätzchen wert sind, und im Zweifel wird vor dem Feilschen auch noch mal eBay konsultiert, um einen Startpreis für weitere Verhandlungen zu ermitteln. Wie immer gilt hier die Devise: Wer mehrere Spiele auf einmal kauft, bekommt in der Regel auch den besseren Deal. Ich kann euch aber versichern, dass wir am nächsten Tag zufrieden und mit vollen Einkaufstüten die Heimreise nach Bayern angetreten haben — um einige Euro erleichtert, dafür aber auch mit dem schönen Gefühl, wieder ein paar Perlen für die heimische Spiele-Sammlung gefunden zu haben. Mehr Eindrücke zu unserer ersten (aber bestimmt nicht letzten) Retro-Expedition in den Westen Deutschlands findet ihr wie immer in unserem kleinen Video.

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