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Changeable Guardian Estique: Ein waschechter 8-Bit-Shooter aus dem 21. Jahrhundert

Changeable Guardian Estique ist seit kurzem auch auf modernen Plattformen spielbar. Das vor zwei Jahren für NES bzw. Famicom veröffentlichte Shoot-em-Up des japanischen Indie-Entwicklers Cat Hui Trading ist seit dem 6. August 2026 für Nintendo Switch, PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erhältlich. Switch-Besitzer dürfen sich außerdem auf eine physische Version freuen, die Ende des Jahres exklusiv in Japan erscheinen soll.

In Sachen Gameplay gibt sich Estique absolut klassisch: Seitwärts scrollen, Gegner wegballern und möglichst unbeschadet durch sechs abwechslungsreiche Levels kommen. Der Clou ist der namensgebende Roboter Estique, der jederzeit zwischen Raumschiff- und Roboterform wechseln kann. Während die Fighter-Form eine kleinere Trefferfläche besitzt, ist der Roboter robuster und kann unter anderem Hindernisse ignorieren. Die Geschichte spielt im Jahr 2413: Bösartige Weltraumpiraten haben die Erde überfallen, woraufhin die Pilotinnen Mary und Kanon mit Estique zur Rettung anrücken. Die hier besprochene Next-Gen-Fassung enthält sowohl die NES- als auch die Famicom-Version, die sich bei der Story (in der westlichen Variante gibt es ein Stage namens “Bayern”) und einigen Grafiken marginal unterscheiden. Außerdem gibt es eine Handvoll neuer Features, wie eine Rückspulfunktion, CRT-Filter und eine hübsche Artworks-Galerie.

Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, dass es sich bei Changeable Guardian Estique um einen verschollenen 8-Bit-Klassiker handelt. Es spielt sich wie ein NES-Shooter, natürlich mit allen technischen Einschränkungen der 8-Bit-Konsole, wie Farbpalette und Auflösung. Gottlob ohne das NES-typische Flackern und den Slowdowns. Fans von Zanac (NES) oder Aleste (Master System) dürften sich übrigens schnell heimisch fühlen – kein Zufall, denn an der Entwicklung waren ehemalige Compile-Leute beteiligt. Das Gameplay bleibt bewusst simpel und konzentriert sich auf klassisches Ballern, Ausweichen und das richtige Timing beim Formwechsel. Wer auf klassische 8-Bit-Shooter steht, sollte definitiv einen Blick riskieren.

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