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Super Mario Bros. Wonder

(Nintendo, 2023 für Switch / 2026 für Switch 2)

Mit Super Mario Bros. Wonder erschien im Jahr 2023 eines der besten 2D-Hüpfspiele für die erste Switch-Generation. Dei Jahre später, pünktlich zum Kinostart des neuen Films aus dem Klempner-Universum (Der Super Mario Galaxy Film), bringt Nintendo eine überarbeitete Version für die Switch 2 auf den Markt und genau um diese Version soll es in diesem Review gehen. Die entscheidende Frage zuerst: Handelt es sich lediglich um ein grafisches Upgrade – oder steckt da mehr dahinter?

Klempner, bleib bei deinen Wurzeln

Inhaltlich bleibt sich die Reihe, wenig überraschend, treu: Serienschurke Bowser hat es diesmal allerdings nicht auf die Prinzessin, sondern auf die geheimnisvollen Wunderblumen des Blumenkönigreichs abgesehen. Die erzählerische Einführung fällt dabei – typisch für die Serie – eher knapp aus. Wer aber schon mal einen Teil der traditionsreichen Mario-Reihe gespielt hat, dürfte wissen, dass der Fokus ohnehin klar auf dem Gameplay liegt. Das Spiel hält sich also nicht lange mit Vorgeplänkel auf und ihr dürft sehr zügig mit den allseits bekannten Charakteren Mario, Luigi, Peach, Daisy, Toad sowie Yoshi das farbenfrohe Blumenreich erkunden.

Lokal können bis zu vier Personen gemeinsam spielen, online erweitert sich die Truppe sogar auf bis zu zwölf Spieler gleichzeitig. Das Konzept des Spiels erinnert dank der eingestreuten Mini-Games und den kleinen Herausforderungen an eine Mischung aus Mario Party und einer klassischen 2D-Mario-Episode. Das Herzstück von Super Mario Bros. Wonder ist aber definitiv der Multiplayer-Modus und die Interaktion mit den menschlichen Mitspielern.

Exklusiver DLC für die Switch 2

Zeitgleich mit der Switch2-Version des Spiels erschien die Erweiterung „Bellabel-Park“. Das Add-On sorgt mit seinen zahlreichen Minispielen und 17 neuen Arealen für einen deutlich gewachsenen Umfang. Mit Rosalina und Luma (beides Figuren aus dem aktuellen Kinofilm) stoßen zudem gleich zwei neue Charaktere zu der Gruppe hinzu. Ergänzt wird das DLC durch neue Power-ups wie den sogenannten Super-Blumentopf.

Beim Schwierigkeitsgrad bleibt Nintendo seiner aktuellen (einsteigerfreundlichen) Linie treu: Insgesamt ist das Spiel somit zugänglicher als frühere Titel der Reihe. Gleichzeitig sorgt die Vielzahl an Mechaniken – von Wunderblumen-Effekten über Power-Ups bis hin zu unzähligen Abzeichen und neuen Kostümen – für eine spürbare Komplexität. Gerade Neueinsteiger benötigen sicher etwas Zeit, um alle Features vollständig zu durchdringen.

Technik-Check

Technisch profitiert die Neuauflage deutlich von der leistungsfähigeren Hardware der Switch 2. In der Docking-Station, also angeschlossen an einen Fernseher, wird eine Auflösung von 4K geboten (im Gegensatz zu 1080p auf der Switch). Hinzu kommt eine stabile Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde. Die verbesserte Farbgebung, schärfere Details und kürzere Ladezeiten sorgen für ein insgesamt flüssigeres Spielerlebnis – insbesondere auf großen Bildschirmen.

Ihr könnt das Game entweder ganz klassisch als physikalische Version erwerben, oder natürlich direkt im Online Store herunterladen. Der Preis liegt aktuell (inklusive der Erweiterung “Bellabel-Park) bei ca. 80,- Euro. Falls ihr noch im Besitz der Switch-Version seid, könnt ihr das 4K-Upgrade für die Switch 2 für 20,- Euro separat herunterladen. Das angesprochene DLC ist in dieser Version allerdings noch nicht enthalten. 

Fazit: Was soll ich sagen? Super Mario Bros Wonder (in der getesteten Switch2-Edition) ist von Anfang bis Ende ein Hit! Wer auf klassische 2D-Jump-and-Runs im Mario-Universum steht, wird auch mit dem neuesten Ableger der Reihe bestens bedient. Bereits der Single-Player-Modus bietet gehobene Plattform-Kost, aber erst im Multiplayer-Modus entfaltet das Spiel seine wahre Stärke. Je nach Lust und Laune eurer Mitspieler erwartet euch entweder ein sehr kooperatives Spielerlebnis oder auch das komplette Gegenteil. Aber auch etwas chaotisch agierende Mitspieler können den Spielspaß nicht wirklich trüben. Als einzigen Kritikpunkt könnte man höchstens den an einigen Stellen etwas zu leichten Schwierigkeitsgrad aufführen. Häufige Checkpoints und sichere Fehlerkorridore mindern den Nervenkitzel merklich. Auch die meisten Boss-Kämpfe hätten ruhig eine Spur herausfordernder ausfallen dürfen. Aber ich bleibe dabei, für mich gehört Super Mario Bros. Wonder in jede “anständige” Switch2-Sammlung. Wer den Titel auf der Switch aus irgendeinem Grund verpasst haben sollte, dürfte mit der technisch deutlich aufgebohrten Variante nun den letzten Kaufgrund gefunden haben.

 

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