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Sega gibt GasDer etablierte Spielhallen-Experte Sega versuchte
bereits Mitte der 80er Jahre dem Marktführer Nintendo, ein kleines
Stück vom grossen Kuchen des stetig wachsenden Konsolenmarktes
streitig zu machen. Segas erste ernsthafte 8-Bit Konsole (SG-1000)
erscheint zuerst aber ausschliesslich in Japan. Später wurde dann
aber ein
technisch überarbeiteter Nachfolger, unter dem Namen Master System
für den Rest der Welt nachgeschoben. Dieses Gerät erschien, wie wir
alle wissen, auch bei uns in
Europa.
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1990 spitzte sich der Kampf um die Marktführung endgültig zu.
Nintendo konterte mit seinem technisch überlegenen
Super Nintendo
und landete prompt einen weltweiten Hit. Vor allem in Sachen Sound,
zeigte Big N seinem Konkurrenten Sega klar, wo der Hammer hängt.
Allerdings haftete der Nintendo Konsole von Anfang an, ein eher
kindliches Image an. Dazu trug ein hüpfender Klempner, namens Mario, einen nicht unerheblichen
Anteil bei. Segas Mega Drive hingegen, wurde von vielen Jugendlichen als die coolere 16-Bit Konsole wahrgenommen und die Rivalität zwischen den beiden Lagern wurde in den damaligen Fachmagazinen zu alledem noch kräftig angeheizt. Zocker mit Weitblick mussten aber bald einsehen, dass beide Konsolen ihre Berechtigung hatten. Im Lauf der Jahre erschienen am Mega Drive einige wirklich faszinierende Spiele-Serien. Hervorheben will ich hier vor allem die Shinobi Reihe (Teil 1 bis 3) oder die vor allem im Zweispieler-Modus kurzweilige Strassen-Klopperei Streets of Rage. Natürlich stand Segas rasendes Maskottchen Sonic the Hedgehog in der Gunst der Zocker ganz oben und auf den Schulhöfen meiner Jugend, entbrannten regelrechte Glaubenskriege, zwischen den Nintendo- und Sega-Anhängern. Letztendlich wurde Segas mutiger Vorstoss aber leider nicht von dem verdienten Erfolg gekrönt. Das Mega Drive konnte die Rolle des ewigen Zweiten nicht mehr abstreifen (vor allem in Japan und den USA). Nintendo war einfach immer einen Tick erfolgreicher und bei den meisten Gamern beliebter. Dies konnten auch die in der Schluss-Phase des Mega Drives veröffentlichten Hardware Erweiterungen, das Mega CD und die 32-Bit Totgeburt Mega 32X, nicht mehr aufhalten. Trotz alledem konnte Segas schwarze Kiste im Laufe der Jahre, eine treue Fangemeinde an sich binden. Vor allem die zuletzt erschienenen Action Titel (u.a. Gunstar Heroes, Probotector, Musha Aleste oder die Thunderforce Reihe) waren technisch sehr ausgereift und sind bis heute immer noch äusserst beliebt. Dies bestätigen auch die aktuell erschienenen Mega Drive Compilations für PC, PlayStation 3 und Xbox 360. Wer einen Nintendo Wii sein Eigen nennt, kann mittlerweile übrigens auch auf eine stattliche Anzahl an downloadbaren Mega Drive Titeln zurückgreifen (Virtual Console). Diese Art von friedlicher Kooperation der einstigen Rivalen wäre Anfang der 90er Jahre noch undenkbar gewesen. Naja, die Zeiten ändern sich eben (zum Glück!).
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