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Grösser, bunter, besser? Bei Segas erster Handheld Konsole Game Gear
handelte es sich genau genommen um eine tragbare Version, des etwas
betagten Sega Master Systems. Die bekannte 8-Bit Hardware wurde
aber natürlich noch leicht modifiziert (die Farbpalette stieg etwas an, dafür
wurde die Auflösung etwas heruntergeschraubt). Sega veröffentlichte den
Game Gear 1990 in Japan und ein Jahr später in den USA.
Leider hatte der Game Gear aber auch eine Reihe von
negativen Eigenschaften, die letztendlich dafür sorgten, dass das
schmucke Gerät niemals an die hohen Verkaufszahlen von Nintendos
Vorzeige-Handheld herankam.
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Der schwerwiegendste Nachteil war aber eindeutig der immens hohe
Batterieverbrauch. Sechs R6 Batterien hielten gerade mal 2 Stunden
durch. Im Vergleich hierzu durfte man beim Game Boy
bis zu 15 Stunden lang zocken. Das war der Tribut, den Sega der nicht abschaltbaren
Hintergrundbeleuchtung und dem schnelleren Prozessor zahlen musste. Der für damalige Verhältnisse hohe Anschaffungspreis (ca. 299,-
DM) schreckte die grösstenteils junge Zielgruppe zusätzlich ab.
Das in meinen Augen aber grösste Problem war die spärliche Unterstützung von Drittherstellern. Hauseigene Hits wie Out Run, Space Harrier oder Wonderboy reichten irgendwann nicht mehr aus, um neue Käufer zu mobilisieren. Zugkräftige Spiele Entwickler wie Squaresoft (Final Fantasy), Hudson (Bomberman) und Konami (Castlevania) produzierten fast ausschliesslich für Nintendo. Nichts desto trotz kamen einige wirkliche Perlen für den Game Gear auf den Markt. Zu meinen Lieblings Games zählen die Sonic Spiele (Teil 1 bis 3 und Sonic Spinball) , das grossartige Jump and Run Micky Mouse - Castle of Illusion und die hervorragende Ninja Serie Shinobi (Teil 1 und 2). Ausserdem gab es sehr gelungene Umsetzungen von damals sehr beliebten Heimcomputer-Spielen wie Lemmings, Virgins Cool Spot oder Chuck Rock (ursprünglich für den Amiga entwickelt). Ich persönlich ziehe den Game Gear den anderen farbigen Handhelds dieser Zeitperiode, wie Atari´s Lynx oder den etwas später folgenden Sega Nomad (eine tragbare Mega Drive Version) ganz klar vor. Die zeitlose Form, sowie das helle, gut ablesbare Display sprechen einfach für sich. Geräte in gutem Zustand findet ihr für relativ wenig Geld (zwischen 20 - 30 Euro) bei den gängigen Online Auktionshäusern. |
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